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| [FÜR EILIGE: Zusammenfassende Informationen über 6-Zylinder | ||||
[ das heilige Land_]hl. Zwei mehrwöchige „Kreuzzüge” führen uns Ende der 80er ins „Heilige Land”. 6-Zylinder kommen allerdings in deutlich friedlicherer Absicht als die Ensembles, die Deutschland im Mittelalter gen Jerusalem sandte.
Eingeladen von Joshi Seiffert, der uns in einer Fernsehsendung mit Peter Horton gesehen hatte, nehmen 6-Zylinder 1987 und 1988 am A-Cappella-Festival „Vocalisa” in Akko (Israel) teil, leben im Kibbuz, singen in der Kreuzritterfestung und fahren Taxi mit Arabern. Höhepunkt der ersten Tour: ein 6-stimmiges „Bei mir bist du schön”, auf dem toten Meer sitzend(!); Höhepunkt der zweiten Tour: ein Gastspiel als Männerquartett mit großem Symphonieorchester in der Mendelssohn-Kantate „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser”, aufgeführt in der großen Karawanserei in Akko: Passender kann man diesen Text nicht plazieren. Das Nachbarhaus im Kibbuz ist ein paar Wochen vorher von einer Katjuscha-Rakete aus dem Libanon schwer beschädigt worden; an einem Abend können 6-Zylinder nicht nach Hause, weil der ganze Norden wegen eines Bombenalarms gesperrt ist. All das bringt uns nicht wirklich aus der Fassung.
Das schafft schon eher Henrik, der uns an den Rand der Verzweiflung bringt, weil er sich stundenlang in alten Ruinen und Ausgrabungen verliert und alle Steinchen und Trümmer einzeln bestaunt (Massada), während wir fast verdursten. Nici entdeckt seine Vorliebe für „Hummus mit Tachina” (Das ist eine Speise, kein arabisches Liebespaar!), Jürgen Spieker lernt ein paar Brocken Hebräisch für die Begrüßungsmoderation, Tilo moderiert ebenfalls knapp aber fließend auf Hebräisch: „ani rakevet” = „I'm A Train”, und alle können den Text des hebräischen Wiegenliedes „Boi ima” mit dem 6-Zylinder ihre Auftritte in Israel beenden. |
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