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| [FÜR EILIGE: Zusammenfassende Informationen über 6-Zylinder | ||||||||||
[ interview mit nici_]geführt von Andrea Lüngen Welcher Beruf wurde erlernt?Eigentlich wollte ich als Kind zunächst Pilot werden, dann kurzzeitig Busfahrer.
Es sollte es auf jeden Fall etwas mit Rädern und Geschwindigkeit zu tun haben. Deswegen studierte ich dann später auch Musikwissenschaft und Romanistik (auf Magister und Lehramt). Auslandsaufenthalte?Australien, Ägypten, Belgien, Cuba, DDR, Dominikanische Republik, Dänemark, England, Estland, Frankreich, Griechenland, Haiti, Irland, Israel, Italien, Jamaika, Jugoslawien, Kenia, Liechtenstein, Luxemburg, Marokko, Malaysia, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russland, San Marino, Sansibar, Schweden, Schweiz, Spanien, Tansania, Tschechien, Tunesien, Ungarn und Venezuela. Studium/weitere Ausbildungen?Abitur und o.g. Magisterstudium; außerdem anerkannter Experte für Computerreparaturen und stellv. Beisitzer des Komitees zur Findung des jährlich besten Rotweins in Europa. Wann zeigte sich Talent zur Musik oder Hang zur Komik zum ersten Mal?Was die Musik angeht, so habe ich schon auf der Grundschule die sogenannte musikalische Grundausbildung genossen: Ich musste Blockflöte spielen. Welches Instrument hast Du erlernt und warum gerade dieses? Welche noch?
Als ich in der 4. Klasse war, hatte ich den Wunsch, Geige zu spielen. Meine Musiklehrerin meinte aber, ich wäre schon zu faul beim Üben mit der Blockflöte gewesen, daher wäre Geigenunterricht zu schwer für mich. Die Empfehlung an meine Mutter lautete dann: Gitarrenunterricht.
Ende der Siebziger Jahre gründete ich dann zusammen mit zwei Freunden ein Folk-Trio - wir nannten uns "Fiddler's Green". Zu der Zeit etwa kam im Zuge der Öko-Bewegung auch die Folk-Welle auf. Man entdeckte die alten Volkslieder wieder, und da kam mir Jupp Tölkes Unterricht sehr zugute. Der hätte seine helle Freude an uns gehabt!
Ich wollte
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1983 las ich in dem Studentenblättchen "nadann..." eine Anzeige: "Männliches Gesangssextett sucht Tenor!" Nicht etwa eine Bariton oder Bass, nein, einen Tenor! Ich habe natürlich sofort angerufen und prompt Tilos Mutter am Apparat. Mit Tilo verabredete ich einen Vorstellungstermin. Heiner "Wendelin" Dreesen stieg zu der Zeit bei 6-Zylinder aus, weil er sein Priesteramt antrat. Wir trafen uns zur Probe und sangen ein paar Stücke zusammen. Am gleichen Abend kam dann schon die Zusage von 6-Zylinder, obwohl ich noch einen Konkurrenten gehabt hatte, was ich aber nicht wusste.
So fing das mit 6-Zylinder an.
Während des Studiums habe ich in einer WG gewohnt. Im Sommer sind wir nach langen Fahrten zum Baggersee öfter in eine bestimmte Pizzeria gefahren und waren dort also schon einigermaßen bekannt-berüchtigt. Zu unserer Clique gehörte auch eine sehr hübsche Blondine. Eines Tages hatte sie Lasagne bestellt und sich die schwere Schale ungeschickterweise direkt auf ihren Fuß fallen lassen. Die gesamte italienische Kellnerschaft waren voller Sorge, ab ins Krankenhaus. Auch eine Woche später war unser blondes Mädchen immer noch nicht wieder in der Pizzeria aufgetaucht. Bei den Italienern herrschte deshalb helle Aufregung und alle machten sich Gedanken. Eigentlich kam dadurch der nähere Kontakt mit ihnen zustande.
Der Pizzeria-Chef kam irgendwann an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, am Wochenende in seinem Ristorante auszuhelfen. Das wollte ich natürlich, denn so konnte ich Italienisch lernen und außerdem immer lecker essen. Erst übernahm ich die Theke, dann kellnerte ich. Allmählich konnte ich besser Italienisch verstehen, aber am Anfang kam ich mal an, als vier der Pizzeria-Jungs sich ganz fürchterlich und lautstark stritten. Ich erkundigte mich hinterher nach dem Streitthema und man erklärte mir erstaunt: "Wieso, wir haben uns nicht gestritten, wir haben uns doch nur über Autos unterhalten!" Heute kann ich mich ganz gut auf ähnliche Weise über Fußball oder andere Dinge unterhalten, aber damals ...
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Als das Singen mit 6-Zylinder immer mehr Zeit in Anspruch nahm, war mein Studentenjob in der Pizzeria nicht mehr zu machen. Zu dem Chef und den anderen Jungs habe ich aber heute noch Kontakt. Einige haben in Münster ihr eigenes Ristorante aufgemacht, und wenn ich wollte, könnte ich jeden Tag in der Woche woanders essen gehen, und das umsonst! Denn schließlich gehöre ich zur Familie...
Erste Auftritte mit der Blockflöte hatte ich in der Grundschule. Mit der Gitarre gab es die ersten Auftritte mit ca. 14-15 Jahren, zusammen mit meinem Freund Schlüter zusammen. Als Duo haben wir Musik á la Simon & Garfunkel gemacht. In einem Sommer sind wir sogar nach Paris gefahren und hatten die irrsinnige Idee, uns als Straßenmusikanten durchs Pariser Leben zu schlagen. Man sagte uns, dass Straßenmusikanten in Paris ihre abgesteckten Bereiche in den Metro-Stationen und Straßenecken hätten und uns dazwischen kaum dulden würden. Und genauso war es auch.
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Wir haben dann auf zugigen Brücken und Nebenstraßen gespielt. Eine weitere Schwierigkeit waren die Polizei-Flics, die ständig vermuteten, dass wir in unseren Gitarrenkoffern etwas versteckt hätten. Die ersten richtigen Auftritte gab es erst 1978 mit Fliederbusch.
Schon ziemlich früh im schuleigenen Kinderchor. Anschließend (etwa 1977) im Schulchor - das ging bis zu 6-Zylinder-Zeiten.
Ab 1978/79 während der Gymnasialzeit sang ich in zwei Schulchören gleichzeitig und nahm an vielen Konzerten und dementsprechend vielen Proben teil. Ich habe auch sehr gerne klassische Musik gesungen, z.B. Schubert-Messen und Bach. Unser damaliger Chorleiter war erstaunlich, er konnte eine komplette Partitur auf dem Klavier spielen und zusätzlich gleichzeitig einzelne Stimmzeilen vorsingen. In der Zeit habe ich das Blattsingen gelernt. Er war es auch, der mir zum Gesangsstudium geraten hat, was mir aber zu viel war.
Eine Zeit lang war ich jeden Abend bei einer Chorprobe. Auch parallel zu 6-Zylinder noch. Dadurch habe ich unheimlich viel gelernt. Ich habe die Noten immer mit nach Hause genommen und im Copy-Shop kopiert. Das durfte ich zwar eigentlich nicht, aber dadurch hatte ich viel Übung und eine fast bessere Ausbildung als im Musikstudium.
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Leider immer weniger. Mit Ernie und Burkhard (Gitarrentrio) veranstalten wir des öfteren einen sogenannten "Herrenabend". Wir kochen dann (ohne unsere Frauen) und machen noch ein bisschen Musik. Wir wollten eigentlich ein Revival starten im Schinderhannes (alteingesessene Münsteraner Kneipe), das hat bisher leider noch nicht geklappt. Vielleicht später.
Im Moment ist es so, dass wir uns zweimal in der Woche morgens treffen. Zuerst werden Neuigkeiten besprochen und gequatscht. Dann fangen wir an. Wir haben einen Probenraum mit einem großen Spiegel. Es wird bis nachmittags (unterbrochen von einer Mittagspause natürlich) geprobt.
Meistens läuft eine Probe so ab, dass einer Noten mitbringt. Wir probieren dann, wie der Song klingt, und es werden Änderungen besprochen. Die Version wird so lange geändert, bis sie aufgeführt werden kann. Dazu werden Choreographien überlegt, Text und Moderationen erdacht. Oft müssen bestimmte Einzelheiten herausgearbeitet und dramaturgische Dinge inszeniert werden.
Seit einiger Zeit gibt es übrigens ein Handy-Verbot während der Probe, nachdem inzwischen jeder von uns ein Handy hat und die Anrufe zeitweilig überhand nahmen.
Lass mich mal rechnen: Bei 130 Auftritten im Jahr ungefähr - zieht man zwei Monate Urlaub ab - bleiben ca. 200 Tage über, an denen wir fast durchgehend unterwegs sind. Meistens fahren wir nachmittags zum Auftrittsort und morgens zurück,
da verbringen wir schon eine Menge Zeit im Auto. Manchmal sind wir auch mehrere Tage unterwegs (z.B. in die Schweiz, nach Österreich oder Süddeutschland).
Was wir im Tourbus machen? Wir lesen und hören Radio. Seit neuestem haben fünf(!) von uns ein Laptop mit DVD-Player, auf dem wir auch schon mal Videos gucken. Ich lese oft Computerzeitschriften.
Manchmal haben wir auch gar nicht so viel Zeit. Sind wir mittags am Veranstaltungsort, holen wir schon mal die Hotelschlüssel für abends. Dann bauen wir auf. Es folgt das Konzert. Oft gehen wir anschließend noch mit dem Veranstalter essen. Das geht dann so bis 0.30 Uhr. Am nächsten Morgen immer wieder das gleiche Drama: Frühstück gibt es im Hotel nur bis ca. 10.00 Uhr. Dann starten wir schon wieder Richtung Heimat oder zum nächsten Veranstalter.
Ach, es gibt da verschiedene Kategorien von Auftritten. Es gab z.B. mal ein Konzert vor 3.500 Leuten beim Rheinuferfestival in Bonn. Die hatten eine riesige Bühne. Wir standen oben - und so weit man gucken konnte, standen Leute. Das war richtig imposant!
Mir persönlich haben Auslandsauftritte viel Spaß gemacht, in Frankreich oder Italien. In Israel gab es eine super Atmosphäre beim Abschlusskonzert in der alten Karawanserei (Bühnenformat ca. 30x30 Meter) und bei Konzerten in alten Höhlengängen. Außerdem konnten wir in Israel herumfahren und uns das Land angucken, was uns auch als Gruppe 6-Zylinder ganz gut tat.
Aber auch viele andere Konzerte haben Spaß gemacht. Einige waren nicht so toll, was aber nicht unbedingt am Ort oder Veranstalter lag. Auf Sylt z.B. hatte ich meinen Zeh entzündet und konnte keine Schuhe mehr anziehen. Der Zehenagel musste ab und ich mit Verband und Riesenturnschuh auf die Bühne, konnte aber eigentlich gar nicht laufen.
Nein, eigentlich nicht. Obwohl, neulich habe ich nach einem Konzert von einem sehr netten süßen Mädchen ein kleines Stofftier, so in Schlüsselanhängergröße, geschenkt bekommen. Ich weiß zwar nicht genau, was es sein soll, irgendwas zwischen Affe und Dinosaurier (also genau wie bei mir), und das ist seitdem auf jedem unserer Konzerte mit dabei. Ansonsten bin ich bei den anderen verschrien als der absolut Letzte, der sich umzieht. Bin immer ein bisschen spät, aber nie zu spät. Vor einem Auftritt rufe ich ganz kurz zuhause bei meiner Frau an, weil das sonst den ganzen Abend kaum mehr möglich ist. Dann gehe ich zur Sicherheit noch mal aufs Klo.
Eine CD ergibt sich natürlich aus dem entsprechenden Live-Programm. Jeder von uns hat Ideen von Stücken, die man machen sollte. Es sollten dann schon Noten da sein, die wir ausprobieren. Oft gibt es einige Änderungen und wir überlegen, ob wir den Song ins Repertoire aufnehmen. Den Song "Roma", den jetzt Tilo singt, sollten eigentlich Hermann oder ich singen. Ich konnte mir aber nichts darunter vorstellen und fand ihn ziemlich langweilig. Irgendwann hat Tilo angefangen, die Melodie zu summen und das war es dann eigentlich.
Das gibt es nicht. Ich glaube, ich habe keins. Ich singe alle Stücke gerne. Na ja, fast alle ...
Früher schon, aber für 6-Zylinder nicht. Mir fällt es schwer, Liedtexte zu schreiben. Ich habe ab und zu Ideen, was man machen könnte. Ich könnte höchstens die Musik machen zu vorhandenen Texten.
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Ich habe dazu aber keine besonders großen Ambitionen. Da bin ich so ein bisschen wie Joe Cocker, der meinte: Warum soll ich schlechte Songs schreiben, wenn es schon so viele gute gibt?
Eigentlich höre ich fast alles, Klassik, Rock etc. Mein momentanes Lieblingsalbum ist von Bryan Ferry: As Time Goes By. Genial! Bis vor zwei Jahren hörte ich natürlich sehr viel Autoradio, weil ich viel unterwegs war, z.B. WDR 2, aber seitdem ich mittlerweile wieder in Münster wohne, passiert das kaum noch.
Fernsehen gucke ich zurzeit fast gar nicht, bis auf "Wer wird Millionär?". Es läuft einfach nichts Interessantes mehr. Das einzige, was ich mir wirklich regelmäßig angucke, ist Formel 1. Das ist dann ein handfester Termin, egal ob morgens um 4.00 Uhr oder abends um 20.00 Uhr. Es ist für mich immer ein kleines Drama, wenn ich mit 6-Zylinder unterwegs sein muss, kein Fernseher in der Nähe ist und ich nicht weiß, wie es steht.
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Meins! (in Klammern: BMW 328i, natürlich mit 6-Zylinder-Maschine) ... Ansonsten alles, was rot ist und mit FE... anfängt!
Nein, natürlich nicht!
Obwohl, also da gab's mal so eine Geschichte während des Studiums in der Wohngemeinschaft mit meinen Freunden Burkhard und Ernie. An dem Abend haben wir gemeint, wir bräuchten unbedingt Polizei im Haus. Ich weiß nicht mehr, wem das eingefallen ist. Da gab es früher ja so Polizisten aus Pappe, die eine Hand hochhielten und am Straßenrand standen. Ich wusste, wo so ein Pappkamerad stand. Wir drei sind also dahin gegangen, aber der Kerl war angekettet. Wir also wieder nach Hause - noch kurz was getrunken - und mit Eisensäge zurück zum Polizisten. Kette ab, Pappkameraden geschultert und nach Hause getorkelt. Wir haben den Polizisten dann dekorativ im Flur deponiert. Am nächsten Tag klingelte es bei uns total verschlafenen Studenten um 9.00 Uhr morgens an der Tür. Polizei! Ich sah das Drama schon von meinem Zimmer aus und mir schoss nur durch den Kopf: "Der Wachtmeister muss weg!" Also habe ich den Kerl schnell ins Bad neben das Klo gestellt. Die ganze Panik war allerdings völlig überflüssig, der Polizist wollte nur eine Umfrage machen und fragen, ob wir einen entlaufenen Hund gesehen hätten. Als die Kneipe gegenüber unseres Hauses dicht machte, haben wir denen dann den Papp-Polizisten zur Abschlussparty geschenkt und sind ihn so noch ganz gut losgeworden.
Das waren eigentlich keine richtigen Entscheidungen. Es waren Dinge, die sich von selbst ergeben haben: Meine Frau und 6-Zylinder.
"Das haben wir immer so gemacht. Das haben wir noch nie so gemacht. Da könnte ja jeder kommen!"