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[ 5. tag_]Nici zum zweiten Donnerstag, 19.09.2002
Am Donnerstagvormittag brachten uns Victoria Sim Zecha (die Dame mit den guten Kontakten nach Australien) und ihre Schwester Chesterina mit dem Auto in das so genannte AQWA, das westaustralische Unterwassermuseum. Dort kann man durch eine durchsichtige Röhre unter dem Wasser herumgehen, und alle möglichen Fische und Seelöwen beobachten. Es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl, wenn ein fünf Meter langer Hai bis auf wenige Zentimeter an einen heran geschwommen kommt. Zum Glück ist da noch die Glasscheibe dazwischen, ansonsten ? Das Museum ist ein beliebtes Touristenziel, und es waren haufenweise Schulkinder da, also entsprechend laut, aber auch sehr lustig. Man konnte ein paar Fische auch füttern, das war natürlich ein großes Hallo.
Abends fuhren wir waren wir auf Einladung der beiden Schwestern Sim Zecha zum italienischen Essen mit einer kleinen Fähre nach South Perth. Bevor wir das italienische Ristorante betraten, mussten wir allerdings zuerst in einen so genannten Liquor Shop und Getränke besorgen. In Australien sind die Lizenzen für Restaurants zum Verkauf von alkoholischen Getränken scheinbar sehr teuer, deshalb bieten viele Restaurants den Service B.Y.O.: Bring Your Own, das heißt, man kauft ein paar Flaschen Bier oder Wein in einem Getränkeshop und geht damit ins Restaurant. Man muss ein kleines Korkgeld bezahlen, dafür stellt der Kellner ein paar Gläser auf den Tisch und entkorkt die Weinflaschen. Im Sommer kommen die Leute häufig mit großen Kühlboxen voller Getränke zum Essen (sieht bestimmt witzig aus). Die australische Küche ist sehr gut, allein in Perth gibt es Restaurants von über vierzig verschiedenen Nationalitäten. Die Portionen sind meist riesig (siehe Fish n Chips), aber auch etwas teurer als bei uns. Und was das (Bier-)Trinken angeht, so sind uns die Australier uns um einiges voraus. In den Bars und Pubs mit Lizenz zum Alkoholausschank gibt es im Schnitt 25 verschiedene Biersorten. Da hat man wohl die Qual der Wahl. Nach dem ersten Bier kommt man schnell mit Australiern in Kontakt. Sie empfehlen einem dann das vermeintlich beste Bier, wobei es nie bei einem Glas bleibt. Die australischen Weine sind ausgesprochen gut, aber auch teuer, und an einen richtig guten Rioja oder Bordeaux kommen sie noch nicht dran. Aber die Australier arbeiten hart daran, und wer weiß, eines Tages ...
Nach der fast schon obligatorischen Gesangseinlage als Dankeschön (was wohl sonst als BUONASERA SIGNORINA) fuhren wir noch auf einen Absacker in das Haus der Sim Zecha-Schwestern. Sie haben einen großen Balkon mit einem grandiosen Blick auf die Skyline von Perth, und das mussten wir natürlich sehen. |
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